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Vatermomente - Nachtschicht

Die letzten Beiträge hatten meist einen direkten oder indirekten Bezug zum Schlafen und so ist es auch bei diesem.

 

Dies hängt vor allem damit zusammen, dass unser Sohn derzeit wieder etwas unruhiger schläft, was entsprechende Herausforderungen mit sich bringt.

 

Die Herausforderung in der letzten Woche bestand vor allem darin, dass ich selber eine Nacht nicht in den Schlaf finden konnte und diese dann genutzt habe, um einige Projekte zu bearbeiten.

Ihr könnt euch vorstellen, dass ich mich dementsprechend auf die nächste Nacht gefreut habe.  Jedoch hatte ich die Rechnung ohne unseren Sohn gemacht, der nun in dieser Nacht leider nicht schlafen konnte und uns nahezu durchgehend wachgehalten hat. Um zwei Uhr Nachts habe ich dann entschieden mir den Kleinen umzubinden und ihn so lange es geht durch die Wohnung zu tragen, so dass wenigstens meine Frau in der Zeit schlafen konnte.

 

Aber bevor ihr nun denkt, was für eine selbstlose Tat dies war, muss ich ehrlicherweise zugeben, dass mir schon vor der Entscheidung und auch danach als ich über den Flur lief, sehr klar der Gedanke kam, warum denn meine Frau nicht mit ihm rumlaufen kann, so dass ich den fehlenden Schlaf nachholen könnte.

 

Genau hier beginnt aber eigentlich mein Vatermoment. Denn während dieser Gedanke noch durch meine Gehirnwindung wabert, kommt mir ein neuer Gedanke. Nämlich, dass meine Frau jede Nacht von dem Knirps aus dem Schlaf geholt wird und sei es auch "nur" für ein paar Minuten, während ich dies meist gar nicht mitbekomme. Darüber hinaus hatte sie ihn auch den Tag über deutlich mehr betreut, damit ich noch einige Aufgaben erledigen konnte. Die Erkenntnis, die sich hieraus für mich ergibt ist die folgende.

 

Beide Elternteile haben den gleichen Bedarf nach Schlaf und auch jeweils gute Gründe, warum der eigene Schlaf nun gerade wichtig ist. In diesen Situationen hilft nur gegenseitiges Verständnis und die Frage, wer gerade, welche Ressourcen hat.

 

Und obwohl ich die Nacht vorher nicht geschlafen hatte, erkannte ich, dass das in diesem Fall ich war. Denn aufgrund meiner beruflichen Erfahrungen (etliche Nachtorientierungsmärsche lassen grüßen), bin ich es gewohnt, Nachts, übermüdet, mit Gepäck durch die Gegend zu laufen. Also konnte ich das hier nutzen.

 

War es trotzdem anstrengend? Na klar! Aber die Erkenntnis, dass wir beide schlafen wollen und ich gerade etwas mehr Ressourcen zur Verfügung habe hat geholfen.

 

Was auch geholfen hat, ist eine gute Punkrock-Playlist auf Dauerschleife.

In diesem Sinne wünsche ich euch erholsame Nächte.

 

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